Ok Kinder, jetzt buchen wir noch kurz unseren Flug um, dann sucht jeder noch kurz nach Miranda und dann geht's aber ab ins Bett.

Samstag, 01.03.2014

G'day mates,
Hey dudes,
Wussenäh buddys,

wie ich schon in einem der letzten drölfzig-tausend Blogeinträgen erwähnte, wollten wir zum 'Hanging Rock', um u.a. nach der verschollenen Miranda ("Picnic at Hanging Rock") zu suchen. Meine Meinung ist ja, dass sie gar nicht verschollen ist... Ich denke, sie hatte genug von diesem Private-Mädchenschule-Ding. Sie hat gesagt, dass sie spazieren gehe. Unglücklicherweise wollten ein paar andere Mädels mit. Miranda hat diese mit einer "Backstep-Backstep-Uppercut"-Kombi kurzerhand auf dem Weg ausgeknockt, ist geflüchtet und hat dann irgendeinen reichen Schnösel in Hollywood geheiratet. Aber hey... ist nur meine Version. Immerhin kam der Hanging-Rock so zu seiner Berühmtheit.
Naja... auf jeden Fall haben wir uns gestern dazu entschlossen, diese Berühmheit zu besteigen... nein... nicht so. Ferkel. Einfach nur besichtigen und eine Runde spazieren gehen. Und eeendlich: Wir haben den 67er-Barracuda genommen um dort hinzufahren... yeeeah! Natürlich mit Rock'n'Roll im Radio. Awesome!! :)
Der Hanging-Rock ist toll. Super Aussicht von oben und es gibt 'n Haufen  Eidechsen und so 'n Zeuch zu sehen. Und das Wetter hat auch gepasst. War also toll! :) Bilder gugge, schlugge unn denge: Gewidda, Arsch unn Zwirn. Herrlisch. Einfach nur herrlisch.

Abends sind wir dann mit ein paar Nachbarn in eine Bar gegangen, Live-Musik gelauscht und Wein getrunken. Cheers!

Der Morgen dieses Tages ist allerdings auch erwähnenswert: Nat und Nils haben jetzt schon mehrmals versucht mich zu überreden, noch ein wenig zu bleiben. Nils ist ja in Sydney für diesen Film und Nat & Wolfie wollen am 04.03. los, um ihn zu besuchen. Nachdem Nils dann gestern nochmal angerufen hat und gesagt hat: "Hey... das Appartment ist nur paar Meter vom Strand weg und es kostet Dich keinen Cent.", hatte er mich im Sack. Also kurzerhand bei der Airline angerufen, den Flug von 'Melbourne nach Brisbane' auf 'Sydney nach Brisbane' umgebucht und dem nächsten Host Bescheid gegeben. Heißt: Wir werden am 04.03. hier starten und einen kleinen Roadtrip nach Sydney machen mit dem Auto. Dort habe ich dann 2 Tage Sydney und fliege am 07.03. nach Brisbane. Bumms aus Nikolaus. Bilder wie immer dabei. 


Tschüßn! 

"Dieser Typ, der mit seinem Fahrrad zum Mond geflogen ist und dabei `n Haufen Sternenstaub eingeatmet hat"

Dienstag, 25.02.2014

Tach Kinners,
Tach Bären,
Tach Winter (lange nicht gesehen),

ja, ich habe ein paar Tage nichts von mir hören lassen. Aber wie gesagt, ist das mit Internet im „Country-Life“ hier so `ne Sache. ;)
Was war so los in den letzten paar Tagen? Ich denke, ich fasse mich etwas kürzer, da ich sonst Tage am Schreiben wäre. :P
Da das Haus von 1860 ist, gibt es (wie schon erwähnt) einen Haufen zu tun. Meistens bin ich damit beschäftigt, das Verandadach von dem Dreck zu befreien, der sich in den letzten 160 Jahren dort angesammelt hat. Der Boden der Veranda wurde komplett neu gemacht, da alles in sich zusammen gebrochen ist. Aber das Dach soll beibehalten werden. Also alles sauber machen, danach ölen, etc. blablabla. Natürlich fällt auch viel Gartenarbeit um das Haus herum an.  Nils und ich haben Baumstämme von A nach B getragen, um sie alle auf einem Fleck zu lagern und danach den Rasen gemäht. Alles aus einem Grund: Schlangen. Wir haben uns also langsam durch das hohe Gras „gekämpft“ und jeden Baumstamm erstmal inspiziert, falls er hohl war, etc. Die meisten Schlangen hier sind giftig. Und damit der kleine Wolfie relativ ungefährdet im Garten rumrennen kann, wollte Nils die „Schlangen-Verstecke“ möglichst gering halten. Auch wenn das Haus noch `ne halbe Baustelle ist, fühle ich mich wirklich wohl hier. Mit dem ganzen Krabbelvieh auf dem Boden muss man sich wohl oder übel anfreunden.
Am Samstag haben wir Nils zum Flughafen nach Melbourne gebracht, da er in Sydney an einem neuen Film mitarbeitet („Gods of Egypt“). Auf dem Weg zum Flughafen haben wir … wirklich Hunderte von Kängurus gesehen. Unweit vom Flughafen sind sie auf den ganzen Feldern verteilt. Es war einfach der Wahnsinn. Aber leider waren sie zu weit weg und für mich nicht wirklich in „freier Wildbahn“. Wir haben Nils abgesetzt und uns von ihm verabschiedet. Schon komisch, wie schnell man einen „Fremden“  nach so kurzer Zeit ins Herz schließt. Aber da er mich quasi dazu „gezwungen“ hat wiederzukommen, war es kein Abschied für immer. ;)
Nachdem wir Nils dem Flughafen überlassen haben, sind wir nach „Sunbury“ um im ALDI einzukaufen… Ja wirklich… ALDI! :D Oder wie man hier sagt: „Äääldii“.
Danach bin ich mit dem Zug weiter nach Melbourne gefahren. Erstens wollte ich mir noch den königlichen botanischen Garten ansehen und zweitens war „White Night“ in Melbourne. Also Party Party. Es war sehr sehr geil… Die ganze Stadt war einfach nur voller Menschen, die Straßen gesperrt, überall Musik, Lichtprojektionen überall, bunte Häuser…. Verrückt! Leider hat der Akku der Kamera schlapp gemacht. Gibt also nur die paar Bilder.
Ein wenig verkatert habe ich dann gestern erst wieder gearbeitet und mich dann entschieden eine Radtour zu machen.  Nils hat 2 Rennräder und mir angeboten, dass ich sie nutzen kann. Eins von den beiden Rädern ist das Gleiche wie dieser Louis… Neals… Lance… Armstrong hat/hatte… whatever…. Dieser Typ, der mit seinem Fahrrad zum Mond geflogen ist und dabei `n Haufen Sternenstaub eingeatmet hat… Ihr wisst schon. Auf jeden Fall habe ich mich dazu entschieden, das andere Rad zu nehmen, weil ich denke, dass es das Günstigere war. :D Natalie hat mir auf der Karte gezeigt, wo ich langfahren kann. Also, ab auf  den Drahtesel und gib‘ ihm.
Kilometerlange Straßen… Alle paar Kilometer ein „Anwesen“… zwischendurch Lamas und Emus gesichtet, eingezäunt… wunderschöne Landschaft… Papageien fliegen um einen rum… ABER WO SIND JETZT DIE KOALAAAAS???
Also bin ich ab von der geplanten Route und rein den Wald. Es war, als ob ich direkt in den Urwald gefahren wäre. Willkommen im Dschungel. Wo ist jetzt hier die Frau mit den gemachten Brüsten und die ganzen Menschen, die nach und nach abgeholt werden wollen? ;)
Spaß beiseite… es war einfach wunderschön. Totale Stille – bis auf die Vögel und das Knacken der Bäume. Das Fahrrad habe ich von da an getragen, da ich nicht wollte, dass es auf den Steinen irgendwelche Löcher in die Reifen bekommt – immerhin bin ich mitten in der Pampa. In der Hoffnung endlich Kängurus, Koalas und Wombats im „Wildlife“ zu sehen, habe ich versucht so leise wie möglich zu laufen. Es war alles neu, alles aufregend: Den Boden beobachten, wegen den Schlangen. Nach oben schauen, wegen der Koalas. Und seitlich in den Wald schauen,  wegen der Kängurus und der Wombats. Also das Fahrrad in der linken Hand und die Kamera in der rechten: Combat ready!
Und plötzlich standen sie 15 – 20 Meter vor mir. 5 – 6 Kängurus. Es war im ersten Moment wirklich etwas angsteinflößend, da ungewohnt. Große, kleine – alles dabei. Kaum haben sie mich entdeckt, sind sie auch schon davon gesprungen – hat also nicht für ein Foto gereicht. Ich bin auch nicht hinterher gegangen, da ich den „Waldpfad“ nicht verlassen wollte – Schlangen! Also leise weiter voran. Es ist schon komisch. In Deutschland hört nur das Weghuschen der Rehe. Und es ist ein vertrautes Geräusch. Aber das Hüpfen und das Schnaufen von Kängurus zu hören ist wirklich seltsam. Erstens hört es sich echt recht laut an und zweitens hört sich das Schnaufen an wie ein Pferd. Insgesamt habe ich drei „Mobs“ Kängurus gesehen. Jeweils um die 6 Stück. Und eins von diesen Mobs habe ich entdeckt, bevor sie mich gesehen haben. Also auf jetzt: Bild! Leider war ich zu weit weg. Ich habe mich versucht langsam und leise ran zu schleichen… aber die Biester haben einfach zu gute Ohren. Daher gibt es nur das eine Bild, auf dem nur ein kleineres Känguru zu sehen ist. Ich war ca. 1,5 Std in dem Wald – aber von Koalas und Wombats keine Spur. Glücklicherweise auch nicht von Schlangen. Ok… wieder raus aus dem Wald und ab auf die Straße. Nachdem ich mich wieder auf den Drahtesel gesetzt habe und Richtung „Heimat“ fahren wollte…. Natürlich… heute ist ja noch nix Doofes passiert: Der vordere Reifen war platt und bis nach „Hause“ war es ein langer Weg + der Sonnenuntergang war nicht mehr soooo fern. Nachdem ich gepumpt habe wie `n Blöder und gemerkt habe, dass der Reifen immer wieder Luft verliert, da ein kleines Loch im Reifen ist, kam ein Mann mit seinem Auto zu mir und hat gefragt, ob er mich mitnehmen soll. Jedoch hatte ich in dem Moment gesehen, dass Nils so „Loch-zu-mach“-Zeuchs in der kleinen Werkzeugtasche am Rad hatte. Also habe ich das dankend verneint – ich IDIOT! Denn es stellte sich heraus, dass das „Loch-zu-mach“-Zeuchs für den Arsch war… also nicht wörtlich, mehr metaphorisch. Jedenfalls half es gaaar nichts. Und da nur alle gefühlte 2 Stunden auf dieser Straße ein Auto entlang kam, entschloss ich mich das Fahrrad mit der rechten Hand zu schieben, während ich nebenher joggte. Während ich so durch die Pampa joggte, erinnerte ich mich daran, dass ich auf dem Hinweg einen Pub gesehen hatte: Als Ziel gesetzt. Zugegeben… es erinnerte mich an diese Szene aus vielen Filmen: Eine Frau mit Mini-Rock bleibt mitten im Nirgendwo stehen, die Motorhaube qualmt, sie lehnt sich in Richtung Motorblock und winkt etwas verspielt und naiv, sobald ein Typ mit seinem Truck oder seinem Pick-Up vorbeikommt. Leider war die Szene bei mir nicht haargenau so… Ich hatte weder Mini-Rock, noch Auto, noch Motorhaube, noch kam irgendein verstunkener Truckerfahrer vorbei um mich mitzunehmen… Also bin ich die Kilometer bis zu dem Pub mit Fahrrad gejoggt.
Ich betrat den Pub. Es fehlte nur noch, dass die Musik aufhörte zu spielen: Wer ist dieser stinkende, verschwitzte Fremde? Und was will er in unserem Pub? :D Ein großes Bier!!!
Also das große Bier bestellt und verschwitzt an die Theke gesetzt. Netterweise sprach mich dann eine Gruppe von „Locals“ an, um zu fragen wo ich herkomme. Ich erklärte ihnen alles und sagte, dass ich Natalie anrufen werde, dass sie mich vom Pub abholt. Diese Gastfreundschaft überraschte mich einmal mehr: Diese Isolation, die mir beim Betreten des Pubs entgegengebracht wurde, schien wie weggeblasen: „Quark. Du brauchst deine Freundin nicht anrufen. Ich hol‘ meinen Pick-Up. Dann kannst du dein Fahrrad auf die Ladefläche schmeißen und ich fahr‘ dich nach Tylden. Aaaber erst: Trinkst du dein Bier leer!“ Wow… sprachlos.
„Zu Hause“ angekommen, hatte Natalie Pizza bestellt – das perfekte Ende für diesen Tag.
Wir schauten uns noch den Film „Picnic at Hanging Rock“ an. In dem Film geht es darum, dass eine Gruppe von Schülern ein Picknick beim „Hanging Rock“ machen will und ein paar von ihnen spurlos verschwinden und nie wieder auftauchen. Die, die wieder zurück kommen, können sich an nichts mehr erinnern – wahre Begebenheit. Und dieser „Hanging Rock“ ist nur ein paar Kilometer von Tylden entfernt. Werden da also die Tage hinfahren und ich schieß paar Fotos – wünscht uns Glück! :D

Soooooo… so viel zum Thema „Ich fasse mich kurz“. War natürlich nur `n Witz! Fotos sind natürlich wieder dabei. Uuuund das Känguru-Foto! 8-)

Cheers mates!

Zum Glück ist dieser

Es ist braun, es kann hüpfen.... ein Koala?

Donnerstag, 20.02.2014

Tag Deutschländer,

gestern hieß es: Weg von der Couch und auf in Richtung "richtiges Bett". Ich habe telefonisch alles mit der Gastfamilie abgeklärt, die mich spontan hostet und wir haben einen Treffpunkt ausgemacht: Woodend Station. Also auf zur Southern Central Station und von da aus mit dem Zug weiter nach Woodend. Ich hing während der Zugfahrt die ganze Zeit am Fester: Wunderschöne Landschaft und ich habe gehofft, endlich mal ein Känguru zu sehen. 20 Mins.... nichts... 30 Mins... nichts! Doch dann, kurz vor "Gisborne", standen sie plötzlich einfach so neben der Gleise: 3 Kängurus. Verdammt nochmal habe ich das gefeiert! :D
In Woodend anggekommen, hat alles - entgegen aller Erwartungen - super geklappt. Nils  holte mich ab und es war schon wirklich verdammt komisch auf der falschen Seite des Autos als Beifahrer einzusteigen... Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und als wir in Tylden (mein neues Zuhause für die nächsten Tage) ankamen, war ich absolut überrascht. Tylden ist zwar das totale "Country-Leben", aber ich habe mich direkt in dieses alte Haus verliebt: Baujahr 1860. Ich lade demnächst noch Fotos vom Haus hoch.
Die Familie ist echt super. Das Essen auch - puh! Es gibt einen Haufen zu tun im und um das Haus. Wird also nicht langweilig. Lustigerweise ist Nils u.a. Stuntman-Supervisor. Von Filmen wie Matrix 1 und 2, Superman, dem ersten Power-Rangers-Film... (and i was like: Whaaaat? :D )
Natalie (seine Frau) ist schwanger. Und dann ist da noch der kleine Wolfgang-Jack ("Wolfie"). Genauso verrückt wie seine Eltern. Fühle mich also wohl. ;)
Einen Haken hat das ganze jedoch: Es gibt kein Wi-fi. Es gibt nur ein Internet-fähiges Handy im ganzen Haus. Sitze gerade in der Bibliothek von einem Nachbarstädtchen "Kyneton". Natalie hat mir ihre Bibliothekskarte mit PW gegeben, damit ich hier ins I-Net gehen kann. Kyneton ist ein süßes, verschlafenes Städtchen. Sieht aus wie im Western, nur mit richtigen Straßen. ;)
Der kleine Wolfie hat gestern gesagt, dass er nach dem Essen zu dem Wasserfall will. Gesagt, getan: Den Rest seht ihr auf den Bidern. ;)
Die Kängurus hüpfen hier wohl überall rum. Und meinen auch, dass ihnen Autos nichts ausmachen... Werde mir also mal die Tage das Bike von Nils leihen und auf Entdeckundsreise gehen. Koalas sollen hier nämlich auch irgendwo in den Bäumen rumhängen.
Mein Schlafzimmer ist der Wahnsinn. Leider erkennt man es auf den Bildern nicht richtig, aber es ist alles total im alten Stil gehalten. Habe mich gefühlt, als hätte man mich Jahrhunderte zurückkatapultiert und es kommt gleich jemand um die Ecke gesprungen, der sagt: "Darf ich Ihnen sonst noch etwas bringen, eure Majestät?" :D
In der Badewanne habe ich es mir heute morgen erstmal gut gehen lassen und das Waschbecken von den Bildern funktioniert auch... der Wahnsinn. Leider muss ich am Montag in ein anderes Zimmer umziehen, da Natalies Familie zu Besuch kommt.

Soooo. Genug geschreibselt. Hoffe euch geht's allen gut. Ich lass von mir hören - tut ihr das auch! :)

Cheers! 

 

30°C und Yarra-Bend-Park

Dienstag, 18.02.2014

Tag kaltes Deutschland,

zuerst mal: Wir hatten heute 30 °C. :D

Gestern ist nichts aufregendes passiert. Habe morgens im Hostel ausgecheckt und habe dann Melbourne samt dem ganzen Gepäck weiter erkundet. Als mir das Gepäck bei der Hitze ein wenig lästig wurde, habe ich mich zum Strand aufgemacht. Dort angekommen habe ich erstmal 2 Stunden geratzt - der eine Rucksack diente als Kopfkissen und den anderen habe ich mir ans Bein gebunden. Diebstahlsicherung geht vor. :D
Abends habe ich dann im dritten Anlauf meine erste Bleibe gefunden - zwar nur eine Couch, aber sollte reichen. :) War also kein aufregender Tag.

Heute war es dafür um einiges besser. Der Tag startete entspannt in einem Café. Danach erkundete ich erst Fitzroy und machte mich dann auf den Weg zum Yarra-River. Nach einem Spaziergang entlang des Flußes bin ich schießlich in einem riesigen Wildpark gelandet. Ich habe an jedem Baum gerüttelt, aber der herunterfallende Koala blieb leider aus... das nächste Mal vielleicht! ;) Aber sonst ist es wirklich sehenswert. 

Heute Nacht muss nochmal die Couch herhalten und ab morgen gehts dann los mit arbeiten - der nächste Host wartet. :)

Achja... und das mit den 30°C hatte ich ja schon erwähnt. :D :P


Cheers!

 

Erstens kommt es anders...

Sonntag, 16.02.2014

Tag ihr lesefreudigen Menschen,

in froher Erwartung auf Cape Otway und meine erste Gastfamilie, bin ich heute morgen um 7 Uhr aus dem Bett gefallen - zum Bedauern der anderen Backpacker. Leider konnte ich jedoch meine Gastfamilie weder von Abu Dhabi aus, noch nach der Landung, noch heute morgen erreichen... Also blieb ich vorsichtshalber erstmal in Melbourne - zum Glück. Ich habe bis jetzt nichts von den guten Menschen gehört oder gelesen. Die Zeit heute morgen nutzte ich, um ca. 20 (ungelogen) neue Hosts anzuschreiben und nach einem "Last-Minute-Hosting" zu fragen.  Nachdem ich in dem einen Hostel auschecken musste, aufgrund Überfüllung, fuhr ich wieder in Richtung Melbourne-City, um einen Schlafplatz zu finden. Nachdem ich mehrere Hostels abgeklappert hatte, entschied ich mich schließlich für das Günstigste. Nach dem Einchecken pfefferte ich einen der zwei Rucksäcke aufs Bett und erkundete Melbourne - so schnell lass ich mir den Tag hier nicht versauen. ;)
Durch Zufall bin ich einem wunderschönen Park gelandet und dort ein wenig rumgewatschelt (sh. Bilder). Danach hatte ich Lust auf Strand. Also ab in die Tram und volle Kraft voraus zum St. Kilda Beach. Und da war es endlich: Sand und Meer... und 'n Haufen bekloppter Kite-Surfer. Nachdem ich bis zum Sonnenuntergang am Strand geblieben bin, fuhr ich wieder ins Hostel, um die Früchte  meiner Saat zu ernten. Zumindest war das meine Hoffnung. Und tatsächlich: 10 neue E-Mails. Zwar 9 Absagen, aber die E-Mails waren der Wahnsinn... Jeder hat sich 100 Mal entschuldigt und gesagt, dass das nicht die australische Art sei. Leute machten Aufrufe auf ihrer Facebook-Seite, um für mich einen Schlafplatz zu finden... einfach nur der Wahnsinn. Morgen werde ich mit meinem ersten Host telefonieren und einen Treffpunkt ausmachen. Ab Donnerstag bin ich (so ist der Plan) bei einem älteren Ehepaar, die eigentlich bis April keine "Workawayer" bei sich haben wollten, da es zu heiß zum Arbeiten sei.
Alles in allem: Ich bin völlig geplättet von der Gastfreundschaft hier. Da wird dieses kleine Negativ-Erlebniss zu einem gar nicht mehr nennenswerten Punkt.  

So... nun dürften ihr noch den Haufen Bilder genießen und neidisch sein. :P


Cheers! 

Wer kann, der kann...

"333, St. Kilda Road? Doesn't exist in Melbourne"...

Samstag, 15.02.2014

... war die erste Antwort des ersten Melbourners, den ich nach dem Weg fragte.

Aber erstmal:

Ich bin gut gelandet in Melbourne, wenn auch mit 2-stündiger Verspätung - Danke Vulkan XY. Der Flughafen ist gut organisiert. Wurde man in Abu Dhabi noch durch die Kontrollen "durchgeprügelt" (nicht wörtlich gemeint), hat man mich bei der Passkontrolle in Melbourne empfangen mit den Worten: "Hi Sir, how are you doing? How was your flight?". 
Willkommen in Australien!

Den Bus, der mich in die Stadt brachte, habe ich auch direkt gefunden - auch wenn 18 AU$ ein wenig übertrieben sind, für eine 20-minütige Fahrt. An der Endhaltestelle schloss ich mich mit ein paar Backpackern zusammen und wir machten uns auf den Weg zur Tram, um zu erkunden, wie man denn ein Ticket kauft. Die örtliche Polizei konnte uns dann unter die Arme greifen - das Kartensystem hier in Victoria gefällt mir. Kann man sich in Good Old Germany noch was abschauen.   

An der Flinders Street trennte ich mich wieder von der "Backpacker-Crew" und macht mich auf die Suche nach meinem Hostel. Sah in Deutschland auf der Karte so einfach aus: Da raus, da rum, da lang und dann bin ich da... Die St. Kilda Road war schnell gefunden. Jedoch nicht die 333, St. Kilda Road. Den ersten Melbourner, den ich nach dem Weg fragte antwortete mir: "333, St. Kilda Road? Doesn't exist in Melbourne City!". Ich bedankte mich und dachte mir: "Ok... wohl kein Freund von Touristen." Doch er sollte Recht behalten...

Also ging ich meinen Weg entlang der St. Kilda Road. 20, 44, 78... Sieht doch gut aus, dachte ich mir. 30 Minuten und Du bist da. 
Dann begegnete ich dem Dingsbums-Tier (siehe Bild - das Tier neben dem Baum). Es starrte mich süß an. Also Handy raus - Foto gemacht. Danach hat es sich aufgemacht Richtung Baum, um mich in gechillter Pose weiter anzustarren. Super, dachte ich mir. Wird 'n gutes Bild - das Dingsbums-Tier allerdings sah das etwas anders. Mit Erleuchten des Blitzes sprang es vom Baum, um in altbewährter Türsteher-Manier auf mich los zu gehen. 1:0 für das Dingsbums-Tier. Ich entschied mich für's Weitergehen. ;)

Nach einer knappen Stunde erreichte ich dann die St. Kilda 330. Happy darüber gleich im Hostel zu sein, lief ich weiter. Das nächste Haus war St. Kilda Road 340 - Shit! Ok... irgendwo hier muss es sein. Also die nächsten Passanten fragen. Lustigerweise war es ein Pärchen: Ein Australier und seine deutsche Freundin, die seit 12 Jahren in Australien lebt. "333, St. Kilda Road? Never heard that number before..." Ahjaaaa... 
Er packte sein multimediales mobiles Handtelefon aus, um Google Maps zu befragen. Und die erste Frage, die er mir stellte war, ob ich Kartoffelpuffer dabei habe. Ich bin doch aus Deutschland und muss sowas doch dabei haben. Er hat sie noch nie gegessen. :D
Google Maps verriet uns, dass das Hostel nicht in der Stadt, sondern in einem Stadtteil war. Er erklärte mir danach den Weg und ich nahm die Tram, um ein paar Stationen zu fahren. Nachdem ich wieder ausgestiegen war, orientierte ich mich ein wenig an den Straßennamen und fragte mich wieder durch. 3 Leute, 5 Meinungen. Hoch gelaufen, runter gelaufen, links lang, rechts lang. Jeder wusste einen anderen Weg und keiner hatte Ahnung. Der Taxifahrer wollte mir 30 AU$ abknüpfen, um mich zum Hostel zu bringen - was ich dankend ablehnte. Ok... den Weg nochmal zurück. Da war doch eine Tankstelle. Dort angekommen, fragte ich den indischen Kassierer, der sich über meine Rucksäcke freute und mich direkt ausquetschte, wo ich denn herkam und wo ich hin möchte. Er selbst wohne auch nicht hier. Er gab mir eine Karte, auf der ich mich ein wenig orientierte. Jedoch war daraus nicht zu lesen, wo diese verdammte Nummer 333 zu finden ist. Gleis 9 3/4? Im Lingusterweg? Auch er besaß ein Smartphone, welches er daraufhin bediente und mir tatsächlich... unglaublicherweise den Weg erklären konnte. 
By the way: Während ich die Karte studierte wurde er noch ausgeraubt. Ein Typ kam reingerannt und klaute das Wechselgeld eines anderen Kunden und rannte weg. Lustigerweise rannte dieser genau in die Arme eines Polizisten - Schicksal!

Also ging ich zielstrebig den erklärten Weg und plötzlich - nach 3-stündiger Suche und völlig verschwitzt - stand ich vor dem Hostel. Eingecheckt, geduscht und ab ins Nest. Mein Schlafzimmer teilte ich mir mit 11 anderen Backpackern - der altbekannte Bundgeruch breitete sich im Raum aus. Wenn auch nur  3 Stunden, habe ich geschlafen wie ein Baby.
Heute geht's weiter nach Cape Otway.
Ich melde mich, sobald alles nicht geklappt hat. :D ;)

Was ein langer Text...

Achja... und wie man auf den Bildern sehen kann: Der Eiffelturm steht in  Melbourne und nicht in Paris.


Cheers!

Zwischenziel erreicht...

Freitag, 14.02.2014

Leider ist der alte Blog doof, deswegen jetzt hier der neue.
Ich bin gut in Abu Dhabi gelandet. Die Airline ist der Hammer... Streetfighter 2, Poker, neue  Filme... und das alles auf dem eigenen Bidschirm mit eigener Fernbedienung, bzw. Joystick. Hab meinen Sitzpartner im Pokern abgezogen, für die, die es interessiert. :D


Der Sonnenuntergang war der Wahnsinn... und die Kameras (vorne und unter dem Flugzeug sollten auch nochh erwähnt werden... ;)
 
Bald geht`s auch wieder weiter...

Ich melde mich wieder aus Melbourne. :) 


Cheers!